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Trainer B- Distanzreiten



Nix wie hin... Es gibt ihn wirklich!
Nix wie hin.... Bericht vom ersten Wochenende
Nix wie hin.... Das zweite Wochenende
Nix wie hin.... Die ersten Trainer
Nix wie hin.... Kommentare


Zumindest wird es ihn bald geben!

Der VDD unternimmt nun endlich die ersten Schritte in Richtung eigenes Ausbildersystem. An drei Wochenenden werden 6 Distanzreiter mit einer entsprechenden FN anerkannten Vorqualifikation auf einem Trainer-B Seminar geschult. Erster Termin ist der 15. - 17.12.2000 auf dem Hof von Inge Harbach.

Interessanterweise werden die Schulung in erster Linie die in Frage kommenden Ausbilder selber übernehmen, denn es gibt ja bisher keine entsprechenden Ausbilder.
Ich werde Euch vom ersten Termin berichten....
Sian
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Das erste Wochenende:

Bei Inge Harbach auf ihrem Hof in Hanau/ Mittelbuchen trafen sich am letzten Wochenende die ersten 6 Trainer B Distanzreiten- Anwärter.

Voraussetzung für die Teilnahme war mindestens der Trainer C und mindestens 1000 km in Wertung mit Langen Distanzritten.

Die 6 zukünftigen Ausbilder hatten alle Fachübungsleiter bzw. Reitwart (Trainer C bzw.B). So ist gewährleistet, das nur geschulte, erfahrene Ausbilder mit genügend Erfahrung im Distanzsport als Richter der neu geschaffenen Distanzabzeichen wirken und ihr Wissen an zukünftige Trainer weitergeben werden.

Als Teilnehmer waren es:

Helga Busch, Sabine Körber, Kyra Gülden, Florian Schmidthüs, Inge Harbach und Sian Griffiths

Diese Ausbilder haben doppelte Arbeit zu leisten: zunächst einmal sich die Themen gegenseitig zu vermitteln und zum anderen ein Konzept für zukünftige Trainer B Seminare zu entwickeln.

Die Themen reichen vom Reglement, LPO, APO über Organisation/ Durchführung von Distanzritten, Distanzabzeichen-Lehrgangen, Pulshelfer-Lehrgang, Pferde- und Veterinärkunde, Fütterung, Rittttaktik, Ausrüstung, Kartenkunde/ Orientierung im Gelände, Erteilen von Reitunterricht, Betreuen auf Distanzritten, Konditionstraining und Gymnastik für Distanzpferde und Reiter zu Trainingsmethoden und Prinzipien.

Es war ein arbeitsreiches Wochenende. Es wurde viel und zum Teil auch heftigst diskutiert, denoch war bemerkenswert wie gut die Gruppe zusammenarbeitete. Hier merkt man sehr die Praxisnähe sowohl als Ausbilder als auch als Distanzreiter.
Hier werden die einzelnen Spezialgebiete sinnvol zusammengeführt.
Nach, z.Teil über 9 Stunden konzentriertem Arbeiten, wobei in den Pausen immer noch weiter diskutiert wurde, waren alle am Ende recht erledigt. Viel wurde schon erarbeitet, dennoch wird es auch für die beiden nächsten Wochenenden noch viel weitere Arbeit bedeuten. Wahrscheinlich noch darüber hinaus...

Vielen Dank an Inge, die nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, sondern auch noch für gute Verpflegung sorgte.

Diente dieses Wochenende (Fr.-So.)noch ausschließlich der Theorie, so wird es am nächsten Termin praktisch mit dem Erteilen von distanzspezifischem Unterricht und Unterricht in Trainingsmethoden.

Das letzte Wochenende wird dieses noch weiterführen und einige Themen nochmal vertiefen, damit dann am Sonntag die Prüfung durchgeführt werden kann.

Prüfer wird unter anderem auch Susanne Fehl (Richterin, ehemalige Bundestrainerin der Distanzreiter)sein.
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Das zweite Wochenende:

Das zweite Wochenende fand bei Helga Busch in Eichenau statt, die uns freundlicherweise Unterkunft stellte.
Desweiteren organisierte sie eine Halle und einige Reiter, an denen das Unterrichtskonzept erprobt wurde.

Neben Vorträgen über Grundausbildung des Distanzpferdes, erstes Training und weiterführendes Training, Kontrollmethoden, Gymnastik für Reiter, Konditionstraining für Reiter, praktischen Übungen und Wettkampfanalyse wurde am Samstag dann eine Stunde für Distanzreiter erprobt. Dabei standen (wie in der Prüfung) jedem Ausbilder 10 min zur Verfügung.

Nachdem zuerst die Reiter mit Gymnastik auf dem Pferderücken gelockert wurden, wurde der jeweilige entlastende Sitz aufgebaut. Es folgte die lösende Arbeit der Pferde. Dann wurde in der Arbeit um Pylonen und mit Stangen und Cavalletis geübt und die Geschmeidigkeit der Pferde verbessert. Abschließend erfolgte die Übung im flotteren Distanztempo.

Im Anschluß an die Stunde erhielt jeder Reiter eine kurze Kritik mit Verbesserungsvorschlägen.

Anhand des bei der Stunde gefertigten Videomaterials wurde nachher die Stunde nochmals analysiert und Verbesserungen besprochen. Insbesondere wurde über den Sitz gesprochen, der ja von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist.

Helga hatte uns eine gelungene Mischung aus verschiedenen Reiter zusammengestellt: erfahrene Distanzreiter, Westernreiter, klassische Reiter und Freizeitreiter ohne spezielle Ausbildung. So kam ein respektives Bild der "typischen" Distanzreiter zustande.

Der Versuch einer Kontrollmethode zur Ermittlung des optimalen Distanztempos schlug leider fehl, da die Hochspannungsleitungen eine korrekte Pulsmessung verhinderten und aufgrund des dicken Winterfells und zu geringem Schwitzen, keine vernünftigen Werte zu erreichen waren. Der Test wird nächstes Mal nochmals stattfinden, den er soll auch Prüfungsbestandteil sein, da das training im Distanzreiten der wichtigste Aspekt ist.

Sonntags wurde die Stunde nochmals erprobt und zeigte bei einigen Reitern und Pferden doch schon deutliche Fortschritte. Abermals halfen die Videoaufnahmen, Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden. Überlegungen wurden angestellt, eine solche Analyse als Prüfungsbestandteil einzubauen.

Bei einigen teilnehmern schleicht sich schon die erste Prüfungsangst ein, denn nächstes Mal wird es Ernst werden!

Bis dahin werden die Richter ebenfalls einiges zu tun bekommen, denn die Unterlagen, die Prüfungsgrundlage sind, sind doch schon recht stark angewachsen!
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Die ersten Trainer B Distanzreiten

Das sind die ersten 5 Trainer B-Distanzreiten:

Kyra Gülden (Rheinland-Pfalz)
Florian Schmidthüs
(Hessen)
Sabine Körber
(Rheinland-Pfalz)
Inge Harbach
(Hessen)
Sian Griffiths
(Hannover-Bremen)

Vom 16.-18.02.01 fand das letzte Wochenende des Trainer B Seminars bei Kyra Gülden in Mariaweiler satt.
Neben der Erprobung der Unterrichtsstunde (für die sich 4 von Kyras Reitschülern zur Verfügung stellten), wurde ein Stufentest zur Vorführung der Aufgaben eines Trainers geplant und erprobt. 2 Distanzreiter ritten ihre Pferde unter verschiedenen Pulsvorgaben jeweils eine 1,3 km lange Strecke. Die so ermittelten Daten konnten anschließend graphisch ausgewertet und interpretiert werden. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, das die Gewichtung in der Prüfung auch mehr auf diesem Teil liegen sollte. Der Trainer B Distanzreiten ist eben nicht nur Ausbilder sondern auch Trainer.

Es wurde spät! Am Freitag bis 0:30, am Samstag bis 23 Uhr und am Sonntag begann die Prüfung um 9:30 Uhr und dauerte bis 18 Uhr.
Die Teilnehmer waren sich einig, daß für zukünftige Trainer B Seminare deutlich mehr Zeit , als drei Wochenenden bzw. der verlangten 60 Unterrichtseinheiten nötig sind, um die Fülle an Wissen sinnvoll zu vermitteln. Die mittlerweile über 100 Seiten starken Unterlagen bedürfen noch einer weiteren Überarbeitung, aber am Ende werden sicherlich interessante Richtlinien zum Distanzreiten herauskommen.
Neben den Bereichen Sportlehre und Aufbau der Reitstunde referierte Juliette Mallison als Präsidentin des VDD und Distanztierärztin am Samstag Abend über Pferdehaltung und Veterinärkunde. Auch wenn hier vieles Wiederholung war, so kamen doch interessante Erkenntnisse gerade in Bezug auf den zuvor erprobten Stufentest heraus.

Am Sonntag morgen wurde es ernst und man merkte den Teilnehmern doch sehr ihre Nervosität an. Als Prüfer fungierten Gerlinde Hoffman von der FN, Susanne Fehl (Richterin FN) und Juliette Mallison (Tierärztin, Präsidentin des VDD).
Zunächst wurden Ausschnitte von distanzspezifischem Unterricht zur Gymnastizierung von Pferd und Reiter gezeigt. Dazu hatte jeder Prüfling nur 10 min Zeit. Die Unterrichtsstunde wurde zunächst mündlich erläutert. Sabine begann mit Aufwärmen und Dehnungsübungen für die Reiter zunächst ohne Pferd, dann auf dem Pferd. Dann übernahm Sian die Lösungsarbeit der Pferde und anschließend demonstrierte Inge Übungen auf dem Pferd zur Balanceschulung des Sitzes in Richtung entlastendem Sitz. Unter Helgas Anleitung wurde dann mittels aufgestellter Pylonen das Balancegefühl und die leichte, zügelunabhängige Einwirkung auf das Pferd in biegender Gymnastikarbeit im Slalom um die Pylonen gezeigt, verbunden mit einer praktischen Übung zum wenden in Geländetypischen Situationen. Kyra zeigte Ausschnitte aus einer leichten Springgymnastik als Rückenschulung und zur Förderung der reaktionschnelligkeit für Distanzpferde und Vertrauensaufbau mit einer am Boden liegenden Plane. Beendet wurde die Stunde von Florian mit der vorsichtigen Entwicklung in Richtung Distanztrab und dem distanztypischen Abspringen vom Pferd aus der Bewegung heraus. Durch Nebenherlaufen neben dem Pferd wurde dann ein guter Ausklang in das trockenführen der Pferde geschafft.
Anschließend ging es zum Stufentest hinaus ins Gelände. Kyra hatte eine genau ausgemessene Strecke von 1,3 km erkundet auf der zwei Reiter hintereinander zum stufentest kamen. Die Vorbereitung, korrektes Anlegen des Pulsmessgerätes, Aufwärmen des Pferdes für den Stufentest, wurde jeweils von einem Prüfling betreut, ebenso die Durchführung des Test und das Versorgen und Kontrollieren des Pferdes nach dem Test.
Die Prüfungskomission nutze die Gelegenheit, um vertiefende Fragen rund um das Vortraben zu stellen. Anschließend ging es in den theorethischen Teil. Es wurde in zwei Gruppen zu 3 Prüflingen geprüft, wobei der erste Teil sehr stark auf die Unterrichtserteilung, Aufbau der Reitstunde, Reitlehre (klassische!), abzielte und am Ende von allen Teilnehmern, als zu wenig distanzspezifisch gwertet wurde. Da den Richtern aber am Ende der gleiche Eindruck entstand, wird hier sicherlich noch dran gearbeitet werden müssen. Der zweite Theorieteil war dann allerdings sehr gut auf alles rund um das Distanzreiten ausgerichtet. Erfragt wurden Kartenkunde, Organisation von Distanzabzeichenkursen, Ablauf von Vetgates und die Auswertung des Stufentests (auf Anregung der Prüflinge). Hier kann und sollte man sicherlich noch wesentlich mehr des erarbeiteten Wissens abfragen.

Am Ende konnten 5 Prüflinge bestehen. Für diese 5 Teilnehmer blieb, trotz ihres eigenen Erfolges, ein bitterer Beigeschmack, da eine Teilnehmerin nicht bestand, der die Prüfungssitation zu sehr zusetzte und die so ihre eigentlichen Fähigkeiten und ihr Wissen nicht überzeugend rüberbringen konnte.
Die Prüfungskommission hat es sich nicht leicht gemacht. Auch für sie war es absolutes Neuland und ein durchaus kritische Diskussion im Anschluß an den Lehrgang verdeutlicht: hier gibt es noch viel zu tun. Ein Anfang ist gemacht auf dem man aufbauen kann und wir werden versuchen alle zusammen die Ausbildung im Distanzsport auf den Weg zu bringen.

Sg

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Kommentare:


  • "Bei der Schulung zum Trainer-B, frage ich mich, wie die Auswahl der Teilnehmer vorgenommen wurde. Denn wenn auch so mancher bekannte Name fehlt, so sollte doch Christina Gausch auf jeden Fall dabei sein. Auf jeden Fall gibt es auch andere die einen Trainer-C Schein besitzen und ihr Geld mit Reitunterricht verdienen."


Alle interessierten Ausbilder mit gültiger FN-Qualifikation (Trainer C oder B), 1000 km in der Wertung und Langstreckenritten wurden angeschrieben und eingeladen. Bei Christina fehlte, meines Wissens nach, die entsprechende FN-Qualifikation. Die Ausbildung steht jedem offen, der die obigen Kriterien erfüllt und ich fände es persönlich wünschenswert, wenn an zukünftigen Trainer B Seminare mehr Teilnehmer geschult würden!
Sian


  • "Das mit mehr Teilnehmern bei Trainer-Seminaren finde ich auch, aber nur wenige haben einen FN-Schein. Ich mache seit 10 Jahren erfolgreiche Seminare und jetzt sogar zusammen mit unserem Landesverband ein Seminar mit Distanzabzeichen. ich habe aber keine FN-Legitimation, also kann ich auch nicht Trainer werden?!"


Natürlich kannst du auch weiterhin Seminare im Distanzreiten abhalten. Warum sollten erfahrene Distanzreiter ihr Wissen nicht in Seminaren weitergeben können?!
Ohne den Trainer C kann man kein Trainer B werden. Eine gewisse Ausbilderqualifikation wird damit gesichert. Es bleibt fraglich, ob es für einen Distanzausbilder nötig ist, auf A-Niveau zu springen. Bestrebungen laufen, einen eigenen Trainer C Distanzreiten zu schaffen. Der ist aber in der jetzigen APO nicht vorgesehen, somit kann eine Änderung frühestens 2004 erfolgen - wenn bis dahin ein sinnvolles Konzept vorliegt! Bis dahin führt die Ausbildung noch über den bisherigen Trainer C .
Sian




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